Trauerbegleitung
Der Trauer offen begegnen, statt sie wegzudrücken.
Der Alltag verlangt nach einem Verlust oft früh wieder Aufmerksamkeit. Gleichzeitig braucht Trauer Zeit und die Möglichkeit, sich zu bewegen. In der Trauerbegleitung bekommt sie diesen Platz: atmen, fühlen, erinnern, sprechen, weinen, schweigen.
Wofür Trauerbegleitung da sein kann
- nach dem Tod eines nahen Menschen, ob vor kurzer Zeit, vor Wochen oder vor Jahren
- wenn du nach einem Verlust weiter funktionierst und innerlich stillstehst
- wenn sich Trauer mit Erschöpfung, Schuldgefühlen oder auch Erleichterung mischt und du das kaum jemandem so sagen magst
- bei Verlusten, die kein Todesfall sind: Trennung, Gesundheit, Zuhause, Lebensentwurf
- wenn ein Abschied nie wirklich stattfinden konnte
Wie die Begleitung abläuft
Wir beginnen mit einem kostenfreien Erstgespräch (30 Minuten): Worum geht es, was brauchst du, und passt meine Art zu arbeiten für dich? Danach treffen wir uns in Sitzungen von 60 Minuten, online oder vor Ort, im Rhythmus, der zu dir passt: wöchentlich, vierzehntägig oder für einzelne Gespräche. Tempo und Tiefe richten sich nach dir. Neben dem Gespräch können, wenn du magst, kleine Formen des Erinnerns und Abschiednehmens Teil der Begleitung sein, und Meditation als ruhiger Anker für die Zeit dazwischen.
Wenn mehr nötig ist
Manchmal braucht Trauer mehr als Begleitung. Wenn anhaltende Hoffnungslosigkeit, eine Depression oder Gedanken, nicht mehr leben zu wollen, dazukommen, ist ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe der wichtigste Schritt. Ich spreche das offen an und unterstütze dich, wenn du magst, dabei, diese Hilfe zu finden.
Häufige Fragen
Was Menschen zur Trauerbegleitung fragen
Was hilft in der Trauer wirklich?
Trauer braucht Zeit und einen Ort, an dem sie sein darf: fühlen, erinnern, sprechen, schweigen, weinen. Hilfreich sind Menschen und Orte, an denen du trauern und zugleich deinen Alltag weiterführen kannst.
Trauerbegleitung ohne Therapie – geht das?
Ja, in vielen Fällen. Trauer ist keine Krankheit, und viele Menschen kommen mit Zeit, Gesprächen und etwas Unterstützung gut durch diese Phase. Wenn eine akute psychische Erkrankung oder Suizidgedanken im Vordergrund stehen, gehört das zuerst in fachliche Behandlung. Das spreche ich offen an.
Wie funktioniert Trauerbegleitung?
Wir schauen gemeinsam, was du verloren hast, wie sich das heute zeigt und was du brauchst: Raum für Gefühle, konkrete Entlastung, Struktur im Alltag, Worte für den Abschied. Tempo und Tiefe richten sich nach dir.
Ich funktioniere nach einem Verlust, aber innerlich nicht mehr.
Das ist ein häufiges Muster: Außen läuft vieles weiter, innen steht etwas still. In der Begleitung kann genau dieser Unterschied Thema sein, damit Trauer einen Platz bekommt und dein Alltag zugleich weiter tragen kann.
Wie lange ist es normal zu trauern?
Trauer verläuft sehr unterschiedlich, eine feste Norm gibt es nicht. Wenn sie aber so übermächtig wird, dass du deinen Alltag kaum noch bewältigst oder keine Perspektive mehr siehst, ist psychotherapeutische Unterstützung wichtig.
Wenn du magst, beginnen wir mit einem ruhigen Gespräch.
Das Erstgespräch dauert 30 Minuten und ist kostenfrei. Je Sitzung 60 Minuten, online oder vor Ort, auf Deutsch oder Englisch. Das Honorar besprechen wir im Erstgespräch transparent.